Rückblick – Vegan im Jahr 2013

Einige von euch wissen es schon, die anderen sollen es aber auch erfahren.

2013 habe ich mit einer Monats-Mission die vegane Ernährung besser kennengelernt. Im Juni entschloss ich mich für 30 Tage veganer Ernährung. Man kann das ganze noch auf die Spitze treiben und auch beim Kauf anderer Güter außer Lebensmittel auf die Tier-freie Produktion achten, ich habe mich jedoch auf die Nahrung beschränkt.

Woher die Idee? Nun, einige Tage vorher war ich mit Freunden beim Harzer Schnitzelkönig. Die Art und Weise wie dort mit dem Fleisch in Masse umgegangen wurde, hat mich etwas erschrocken. Anschließend postete ich die Erfahrung auf Google Plus und Normen machte mich auf ein lehrreiches Video aufmerksam.

Daraufhin wollte ich dem Ganzen und mir eine Chance geben und besorgte eines von Attila Hildmanns Büchern (Ebook für Kindle: Vegan for Fit. Die Attila Hildmann 30-Tage-Challenge). In dem Monat lernte ich viele neue Lebensmittel kennen und viele traurige Fakten ebenso. Da ich im ersten Monat keine Defizite zur vorherigen Ernährung spürte, verlängerte ich die Aktion auf 100 Tage.

In den 100 Tagen habe ich laut einem Bericht der PETA etwa 54 Tiere „gerettet“.

Das erscheint viel, aber mindestens 3 Hühner dürften es gewesen sein:

Konsum von Fleisch eines Deutschen im gesamten leben.

Was war nach den 100 Tagen? Ich würde mich mittlerweile als 80%-Veganer bezeichnen. Ich esse nun wesentlich weniger Fleisch als vorher und versuche auch stets im Supermarkt den Fleisch-Produkten aus dem Weg zu gehen – immer schaffe ich das leider nicht. Immerhin habe ich auch einige Fertig-Produkte und leckere Milch-Produkte in veganer Form entdeckt, die mir immer noch großartig schmecken. Ich scanne nicht mehr die Zusatzstoffe, ob sie eventuell tierische Inhaltsstoffe beinhalten. Es ist schlicht zu aufwendig. Ich bin dafür zu träge. Ein weiterer Grund, warum ich mich nicht mehr 100 % vegan ernähre, ist der verbundene Aufwand vieles selbst, aufwendig kochen und einkaufen zu müssen. Was man allerdings nicht vergessen sollte: Auch wer sich nicht vegan aber gesünder ernähren will, muss selber kochen. Ich allerdings habe mich vorerst auf die träge Variante mit weniger Aufwand zurückgezogen. Mit dem anrückenden Nachwuchs im Sommer werde ich mir das aber noch einmal alles durch den Kopf gehen lassen. Ich werde versuchen, mein Kind so zu erziehen, dass es mehr Empathie und Verantwortung gegenüber Tieren und seiner eigenen Ernährung entwickelt. Mehr, als ich und viele der Menschen in meinem Umfeld sie haben.

Als Tipp kann ich einen veganen Monat sehr empfehlen. In der Zeit habe ich sehr viel gelernt. Viel gelernt nicht nur über die Lebensmittel(-Industrie) und dem Kochen neuer Gerichte mit mir damals neuen Lebensmitteln. Sondern mindestens ebenso viel darüber, wie Menschen mit dem Thema umgehen. Im Grunde glaube ich, dass 80% der Leute tatsächlich wissen oder ahnen, wie viel Leid für ein Stück Steak entsteht, sie wollen es aber nicht vorgeführt bekommen. Es ist eine Dauer-Schuld, die jeder Fleischesser mit sich trägt, es verdrängt und aufgrund der überwiegenden Mehrzahl an Fleischfressern es auch leicht hat in der Gesellschaft, sein gedankenloses Treiben fortzuführen.

Aber wer bin ich, zu urteilen, mit gerade mal 100 Tagen Tier-freier Ernährung? Wer sind hingegen die, zu urteilen, die ausnahmslos täglich Tier essen?

Vergesst militantes Eintreten für Tiere im Alltag, dass funktioniert für Kameras, aber nur wenig für die Menschen in eurer Umwelt. Die beste Methode Leute für veganes Essen zu begeistern ist nicht durch das Zeigen von Tier-Vergewaltigungen und Schlachtungen, sondern durch sehr leckere Gerichte, mit dem (nach dem Verzehr) kleinen Kommentar: „Dafür musste kein Tier leiden“. Außerdem sollten Veganer zeigen, dass sie ohne Tierisches fit, gesund und ausgeglichen sind.

Im übrigen habe ich meine Prag-Tour mit etwa 90km Rad-Strecke pro Tag auch in meiner veganen Zeit vollführt. Einen Schwäche-Anfall habe ich nicht erlitten, trotz Tier-Blut-Mangel.

Probiert es aus, zu verlieren habt ihr nichts!

Einzelstrecken der Prag-Tour 2013.

Da einige Leute gefragt haben, wo die Tour entlang lief, möchte ich mein letzten Post zum Thema Prag-Tour noch einmal ergänzen.

Hier findet ihr die Route vom ersten Tag: Ich habe auf einer Wiese vor Magdeburg gezeltet.


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Am zweiten Tag habe ich Wolmirstedt und das Schiffshebewerk Rothensee besucht, anschließend Magdeburg umrundet. Am Ende des zweiten Tages hatte ich dann auch schon eine Panne. Ein Drittel aller Speichen des Hinterrades waren abgesprungen. Weiterfahren unmöglich. Daraufhin musste ich mir spontan einen Schlafplatz suchen. Es war ein trockener bracher Acker.


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Ungeplanter Halt war dann entsprechend Prödel, ein kleines Dörfchen, dessen Namen ich wohl nicht mehr vergessen werde. Aufgrund des nicht durch mich reparierbaren Schadens am Rad und dem Umstand, dass es Samstag war, fuhr ich am nächsten Tag mit der Bahn nach Dresden. Dort blieb ich dann zwei Tage. Dresden hat mir sehr gefallen. An den Plätzen wo Dresden schön ist, finde ich es schöner als Prag. Dann ging es über Pirna nach Bad Schandau.


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Die Strecke durch das Elbsandsteingebirge hat mich sehr beeindruckt und war Belohnung genug, die Reise angetreten zu haben. Von Bad Schandau aus wurde dann richtig Strecke geschafft.


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Nach knapp 100km kam ich Roudnice Nad Labem an. Ich glaube Nad Labem heißt nur an der Elbe, also hieß der Ort wohl Roudnice. Dort konnte ich für wenig Geld ~4€ campen. Im Preis, der mittels Zeichensprache ausgehandelt wurde, waren Keller, Küche und Dusche inklusive… hervorragend. Bei meiner abendlichen Wanderung durch den Ort wurde ich dann von zwei Typen angemacht, die Geld für eine Zugreise wollten. Ich weiß bis heute nicht, ob sie mich abzocken wollten. Ich erklärte ihnen auf englisch, dass ich kein Geld bei mir habe und dass ich niemandem Geld gebe, der welches verlange und nebenher aus einer Chips-Tüte nasche. Dann bin ich einfach weitergegangen… hat geklappt.

Am nächsten Tag ging es dann mit einigen Irrungen bis nach Prag, Ziel erreicht.


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Wenn ihr noch mehr Fragen zu Organisation, Planung und Umsetzung der Tour an mich habt, dann schreibt doch gerne in die Kommentare. Dafür könnt ihr auch euren Google oder Facebook Account nutzen.

I am back – Rückblick auf Prag-Tour 2013.

2013 - Prag-Tour - Abschluss

Es ist schon länger her, hat mich geprägt, es war ein Abenteuer, etwas, dass ich in ähnlicher Form wiederholen möchte – Die Rad-Tour nach Prag.

Viel Material wurde gesammelt, gesichtet, gesichert, verclouded und steht nun zur Verfügung.

Ich werde nicht mehr viele Worte über die Tour verlieren, würde aber jeden empfehlen, sich mal allein oder mit einem guten Freund in ein solches Abenteuer zu stürzen. Wenn es sich während der Tour gar nicht aufregend anfühlt lasst Geduld walten. Bei mir kam die Erkenntnis um den Gewinn durch die Reise erst Wochen später.

Hier könnt ihr einen Haufen Bilder finden.

Es ist auch eine kleine Playlist mit Videos der Tour entstanden. Nehmt euch eine viertel Stunde und lasst die Playlist durchlaufen.

Wenn ihr Fragen zur Tour habt, schreibt es in die Kommentare unter dem Artikel.

Danke für euer Interesse und euren Respekt.

Noch nicht ganz angekommen.

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Ich bin zwar schon in Prag, jedoch noch nicht angekommen.

Für etwa drei Stunden hab ich mich auf die Hauptstadt Tschechiens eingelassen. Man wird erdrückt, von der Bewegung, der Lebendigkeit der Größe dem Anglitz, den großen und vielen kleinen Ecken der Stadt. Werde mal schausn ob ich morgen weniger verstrahlt durch die City renne.

Toll hier.

Habe extra ein Bild gewählt, das halbwegs darstellt, wie ich mich heute hier gefühlt habe.

Im Hürdenlauf nach Tschechien.

Mein Fahrrad hatte ich 13:30 Uhr wieder. Gepackt hatte ich 14:30 Uhr. Auschecken konnte ich erst 16 Uhr.

Aber dann folgte der bis jetzt schönste Teil der Reise. Neben der Elbe und hinter Pirna kam ich aus dem knipsen nicht mehr raus.
Auch weil ich kein Weltenbummler bin, konnte ich mich an der Kombination von Elbe, Ufer, Bahntrasse, den Dörfern und natürlich den „Bergen“, der Schneise nicht satt sehen.
Leider war der Akku meines Handys down –  Bilder (der DigiCam) folgen später.

Ab heute steht aber schon fest, dass sich der Trip gelohnt hat… und Prag kommt erst noch.