Erste Sessions und weitere Impressions.

Sketch Note von Sandra Dirks.
Sketch Note von Sandra Dirks.

Erst mal entschuldige ich mich für den Titel … aber es reimt sich halt.


Der zweite Tag des Barcamps begann mit der Anmeldung und meiner Überlegung, ob ich tatsächlich mein Twitter-Namen auf mein Namensschild niederschreibe. Doch @christiankliebe wäre einfach zu lang gewesen. Außerdem gehöre ich zu denen, die ihren echten Namen auf Twitter verwenden – ich möchte mich nicht in Diskussionen bezüglich Datenschutz verlieren. Bei der Vorstellung der Teilnehmer gab schimmerte auch die Diversität der Teilnehmer, bezüglich der Twitter-Nutzung durch. Viele betonten, Twitter nicht (mehr) zu nutzen, wohingegen andere mehrere Accounts haben. Nun ja, auch bei der Vorstellung verzichtete ich auf die Bekanntmachung meines Accounts – so richtig verstanden habe auch ich Twitter noch nicht.


Wenn man bei der Frage nach Interesse an den verschiedenen Vortrags-Themen merkt, dass man quasi bei jeder Session dabei sein möchte, kann man sich am richtigen Ort wähnen. So ging es mir. Die Art wie die Sessions vorgestellt (angeteasert) und terminiert werden ist Klasse und wirkt sehr agil.


Die erste Session, an der ich teilnahm, war „Erzählspiele + Storytelling“. Wie kann es helfen mittels Rollenspiele in andere Charaktere zu schlüpfen, um Perspektiven zu ändern und die Fantasie anzuregen. Das hilft auch im Projekt-Alltag und im Leben allgemein, schließlich spielt jeder in seinem Leben diverse Rollen. Meine sind unter anderem Angestellter, Blogger, Akademiker, Vater, Partner, Schwiegersohn und Kumpel. Temporär nahm ich aber auch schon Rollen ein wie Veganer, Buch-Autor, Läufer und Bewerber. Dabei gewichtete ich jeweils andere Charakter-Werte (um den Bezug zum Rollenspiel zu wahren). Ein toller Vortrag, der mich dazu bringt, mal an einem Rollenspiel teilzunehmen. Auch für Stadtplaner war dieses Thema hilfreich – sehr faszinierend.


In der zweiten Session „WordPress, das sind wir alle!“ ging es um die Frage, wie kann man helfen, ohne Programmier-Kenntnisse zu besitzen. Einige Punkte hatte ich tatsächlich so noch nicht gewusst oder bedacht. Den Vortrag und die Links zu verschiedenen Support-Möglichkeiten könnt ihr bei Frank Staude finden. Während des Vortrags hat Sandra Dirks ein tolles Sketch Note zum Vortrag erstellt.


Die dritte Session hat mir sehr geholfen, ADHS besser zu verstehen. Ich hatte mich nie damit beschäftigt und deshalb wurden in mir nur Stammtisch-Parolen gespeichert. Zappel-Phillip-Syndrom … das legt sich irgendwann … etc. Nun verstehe ich das Problem der ungefilterten Informations-Aufnahme besser. Es wurde erläutert, wie man die dadurch entstehenden Probleme aber auch Chancen in Teams abgefedern und nutzen kann. Da 5%-7% aller Menschen an dieser Stoffwechselkrankheit ‚leiden‘ ist wohl ziemlich jeder (indirekt) betroffen. Betroffen, weil man vermutlich eine Handvoll Leute kennt, die dieses Feature (um es positiver zu gestalten) besitzen. Spontan fiel mir auch ein alter Freund ein. Danke für die Horizont-Erweiterung.


Nach dem interaktiven Vortrag über ADHS gab es das Mittagessen. Normalerweise würde ich nicht darüber berichten, aber was die Organisatoren dort auftischten war MEGA! Danke an die Sponsoren. Danke an die Macher. Danke an das Catering-Team. Unfassbar Lecker und abwechslungsreich war es.


Anschließend ging ich zum Vortrag von Christian der sein Chromebook vorstellte. Es führte zu unterhaltsamen Diskussionen und vielen Fragen. Toll.


Dann folgte ein Vortrag, durch den ich mehrfach schmerzhaft an vergangene Projekte denken musste. Danke an die jungen Haie.


Meine Batterien leerten sich langsam und ich konnte nur noch eine Session besuchen – Clean Code. Es war mehr ein Teaser für einen weiteren Vortrag am Sonntag, der das Thema Clean Coder, angelehnt an dem Buch von Robert C. Martin – „Clean Code: A Handbook of Agile Software Craftsmanship“. Ich werde da sein!


Alles in allem ein weiterer toller Tag. Danke an alle Beteiligten. Auf einen guten Abgang am Sonntag. Ich freue mich schon.

Mein erste (r/s) Barcamp.

Heute Abend werde ich mich zum ersten Mal auf einen Barcamp wagen – Barcamp Braunschweig.

Erwartungen habe ich kaum, außer nette Leute kennen zulernen und interessante Sessions zu genießen. Ich habe schon von mehreren Seiten gehört, dass es sich lohnen kann, teilweise süchtig macht – ich bin gespannt. Laut den Themen des letzten Camps scheint es eher in Richtung IT zu gehen. Hier sind die aktuellen Vorschläge für dieses Jahr zu finden. So dann, mehr gibt es die Tage.

Abschluss 2013.

Um das Kapitel 2014 öffnen zu können, möchte ich nun das Kapitel 2013 schließen.

2013 habe ich mich auf weniger Monats-Missionen beschränkt, dafür aber einige größere Aktionen durchgeführt. Darunter fällte die Prag-Tour, die vegane Zeit und … meine Drogen-Freiheit.

Drugfree Loving Hut Restaurant Praha

Drogen-Freiheit? Im gesamten Jahr habe ich kein Tee, Kaffee, andere koffeinhaltige Getränke, Alkohol oder gar andere Drogen zu mir genommen. Die einzige Möglichkeit für mich „drauf“ zu kommen waren in 2013 also selbstständig gebildete, körpereigene Hormone, beispielsweise durch Sport. Schwer war auch das nicht. Es tat mir auch weniger wegen des Alkohols Leid, sondern eher wegen des Koffeins, meiner gelegentlichen Mate.

Doch woher rührte der Antriebe für diese Aktion? Es entstand spontan am Silvester-Abend 2012. Da ich keine Vorsätze mache, sondern Vorhaben umsetze, klappte es.

Wenn man das Gefühl hat, Partys etc. lohnen sich nur mit Alkohol, ist man dann nicht bereits zu tief in Sumpf der Droge? Früher hatte ich häufig dieses Gefühl. Es legte sich nach einigen Wochen und ich hatte Spaß auch ohne Alkohol. Spaß nicht durch die Belustigung der Voll-Trunkenen, sondern an den reichhaltigen Diskussionen mit Freunden, in denen es um mehr als letztes Wochenende und den Füllgrad ging.

Beim Weihnachtsmarkt gestandene Männer torkeln zu sehen scheint nüchtern auch unter einem ganz anderen Licht, es sieht sehr traurig aus.

Aber das Koffein? Die Lösung ohne Koffein klarzukommen ist denkbar einfach. Schlafen! Ich habe einige Wochen regelmäßig (Nach-) Mittagsschlaf gehalten. Ich kann mittlerweile fast jederzeit in wenigen Minuten einschlafen. Wenn ich müde und schlaff bin, putsche ich mich nicht mit Tabletten oder anderen unnatürlichen Mitteln, sondern schlafe. Das scheint mir auch ein super Training für den Nachwuchs im Sommer. Kann ich die Aktion weiterempfehlen? Wenn ihr einige der folgenden Punkte kennenlernen möchtet, dann ja!

Ein Drogen-freies Jahr kann folgende „Konsequenzen“ mit sich ziehen:

  • ein besseres Müdigkeitsgefühl
  • besseres natürliches Schlaf-Vermögen
  • Fitness am Samstag und Sonntag, an denen du oft nicht zu gebrauchen bist
  • ein neues Bild über Alkohol und den Konsumenten
  • stärkeres Vertrauen in dir selbst und deine Disziplin
  • Unterhaltungen mit Freunden, an die du dich später noch erinnerst
  • ein gesünderer Körper
  • ein volleres Portemonnaie

So, give it a try! Ein Jahr von etwa 70, die ihr in eurem Erwachsenen-Leben habt.

Rückblick – Vegan im Jahr 2013

Einige von euch wissen es schon, die anderen sollen es aber auch erfahren.

2013 habe ich mit einer Monats-Mission die vegane Ernährung besser kennengelernt. Im Juni entschloss ich mich für 30 Tage veganer Ernährung. Man kann das ganze noch auf die Spitze treiben und auch beim Kauf anderer Güter außer Lebensmittel auf die Tier-freie Produktion achten, ich habe mich jedoch auf die Nahrung beschränkt.

Woher die Idee? Nun, einige Tage vorher war ich mit Freunden beim Harzer Schnitzelkönig. Die Art und Weise wie dort mit dem Fleisch in Masse umgegangen wurde, hat mich etwas erschrocken. Anschließend postete ich die Erfahrung auf Google Plus und Normen machte mich auf ein lehrreiches Video aufmerksam.

Daraufhin wollte ich dem Ganzen und mir eine Chance geben und besorgte eines von Attila Hildmanns Büchern (Ebook für Kindle: Vegan for Fit. Die Attila Hildmann 30-Tage-Challenge). In dem Monat lernte ich viele neue Lebensmittel kennen und viele traurige Fakten ebenso. Da ich im ersten Monat keine Defizite zur vorherigen Ernährung spürte, verlängerte ich die Aktion auf 100 Tage.

In den 100 Tagen habe ich laut einem Bericht der PETA etwa 54 Tiere „gerettet“.

Das erscheint viel, aber mindestens 3 Hühner dürften es gewesen sein:

Konsum von Fleisch eines Deutschen im gesamten leben.

Was war nach den 100 Tagen? Ich würde mich mittlerweile als 80%-Veganer bezeichnen. Ich esse nun wesentlich weniger Fleisch als vorher und versuche auch stets im Supermarkt den Fleisch-Produkten aus dem Weg zu gehen – immer schaffe ich das leider nicht. Immerhin habe ich auch einige Fertig-Produkte und leckere Milch-Produkte in veganer Form entdeckt, die mir immer noch großartig schmecken. Ich scanne nicht mehr die Zusatzstoffe, ob sie eventuell tierische Inhaltsstoffe beinhalten. Es ist schlicht zu aufwendig. Ich bin dafür zu träge. Ein weiterer Grund, warum ich mich nicht mehr 100 % vegan ernähre, ist der verbundene Aufwand vieles selbst, aufwendig kochen und einkaufen zu müssen. Was man allerdings nicht vergessen sollte: Auch wer sich nicht vegan aber gesünder ernähren will, muss selber kochen. Ich allerdings habe mich vorerst auf die träge Variante mit weniger Aufwand zurückgezogen. Mit dem anrückenden Nachwuchs im Sommer werde ich mir das aber noch einmal alles durch den Kopf gehen lassen. Ich werde versuchen, mein Kind so zu erziehen, dass es mehr Empathie und Verantwortung gegenüber Tieren und seiner eigenen Ernährung entwickelt. Mehr, als ich und viele der Menschen in meinem Umfeld sie haben.

Als Tipp kann ich einen veganen Monat sehr empfehlen. In der Zeit habe ich sehr viel gelernt. Viel gelernt nicht nur über die Lebensmittel(-Industrie) und dem Kochen neuer Gerichte mit mir damals neuen Lebensmitteln. Sondern mindestens ebenso viel darüber, wie Menschen mit dem Thema umgehen. Im Grunde glaube ich, dass 80% der Leute tatsächlich wissen oder ahnen, wie viel Leid für ein Stück Steak entsteht, sie wollen es aber nicht vorgeführt bekommen. Es ist eine Dauer-Schuld, die jeder Fleischesser mit sich trägt, es verdrängt und aufgrund der überwiegenden Mehrzahl an Fleischfressern es auch leicht hat in der Gesellschaft, sein gedankenloses Treiben fortzuführen.

Aber wer bin ich, zu urteilen, mit gerade mal 100 Tagen Tier-freier Ernährung? Wer sind hingegen die, zu urteilen, die ausnahmslos täglich Tier essen?

Vergesst militantes Eintreten für Tiere im Alltag, dass funktioniert für Kameras, aber nur wenig für die Menschen in eurer Umwelt. Die beste Methode Leute für veganes Essen zu begeistern ist nicht durch das Zeigen von Tier-Vergewaltigungen und Schlachtungen, sondern durch sehr leckere Gerichte, mit dem (nach dem Verzehr) kleinen Kommentar: „Dafür musste kein Tier leiden“. Außerdem sollten Veganer zeigen, dass sie ohne Tierisches fit, gesund und ausgeglichen sind.

Im übrigen habe ich meine Prag-Tour mit etwa 90km Rad-Strecke pro Tag auch in meiner veganen Zeit vollführt. Einen Schwäche-Anfall habe ich nicht erlitten, trotz Tier-Blut-Mangel.

Probiert es aus, zu verlieren habt ihr nichts!

Einzelstrecken der Prag-Tour 2013.

Da einige Leute gefragt haben, wo die Tour entlang lief, möchte ich mein letzten Post zum Thema Prag-Tour noch einmal ergänzen.

Hier findet ihr die Route vom ersten Tag: Ich habe auf einer Wiese vor Magdeburg gezeltet.


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Am zweiten Tag habe ich Wolmirstedt und das Schiffshebewerk Rothensee besucht, anschließend Magdeburg umrundet. Am Ende des zweiten Tages hatte ich dann auch schon eine Panne. Ein Drittel aller Speichen des Hinterrades waren abgesprungen. Weiterfahren unmöglich. Daraufhin musste ich mir spontan einen Schlafplatz suchen. Es war ein trockener bracher Acker.


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Ungeplanter Halt war dann entsprechend Prödel, ein kleines Dörfchen, dessen Namen ich wohl nicht mehr vergessen werde. Aufgrund des nicht durch mich reparierbaren Schadens am Rad und dem Umstand, dass es Samstag war, fuhr ich am nächsten Tag mit der Bahn nach Dresden. Dort blieb ich dann zwei Tage. Dresden hat mir sehr gefallen. An den Plätzen wo Dresden schön ist, finde ich es schöner als Prag. Dann ging es über Pirna nach Bad Schandau.


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Die Strecke durch das Elbsandsteingebirge hat mich sehr beeindruckt und war Belohnung genug, die Reise angetreten zu haben. Von Bad Schandau aus wurde dann richtig Strecke geschafft.


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Nach knapp 100km kam ich Roudnice Nad Labem an. Ich glaube Nad Labem heißt nur an der Elbe, also hieß der Ort wohl Roudnice. Dort konnte ich für wenig Geld ~4€ campen. Im Preis, der mittels Zeichensprache ausgehandelt wurde, waren Keller, Küche und Dusche inklusive… hervorragend. Bei meiner abendlichen Wanderung durch den Ort wurde ich dann von zwei Typen angemacht, die Geld für eine Zugreise wollten. Ich weiß bis heute nicht, ob sie mich abzocken wollten. Ich erklärte ihnen auf englisch, dass ich kein Geld bei mir habe und dass ich niemandem Geld gebe, der welches verlange und nebenher aus einer Chips-Tüte nasche. Dann bin ich einfach weitergegangen… hat geklappt.

Am nächsten Tag ging es dann mit einigen Irrungen bis nach Prag, Ziel erreicht.


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Wenn ihr noch mehr Fragen zu Organisation, Planung und Umsetzung der Tour an mich habt, dann schreibt doch gerne in die Kommentare. Dafür könnt ihr auch euren Google oder Facebook Account nutzen.

I am back – Rückblick auf Prag-Tour 2013.

2013 - Prag-Tour - Abschluss

Es ist schon länger her, hat mich geprägt, es war ein Abenteuer, etwas, dass ich in ähnlicher Form wiederholen möchte – Die Rad-Tour nach Prag.

Viel Material wurde gesammelt, gesichtet, gesichert, verclouded und steht nun zur Verfügung.

Ich werde nicht mehr viele Worte über die Tour verlieren, würde aber jeden empfehlen, sich mal allein oder mit einem guten Freund in ein solches Abenteuer zu stürzen. Wenn es sich während der Tour gar nicht aufregend anfühlt lasst Geduld walten. Bei mir kam die Erkenntnis um den Gewinn durch die Reise erst Wochen später.

Hier könnt ihr einen Haufen Bilder finden.

Es ist auch eine kleine Playlist mit Videos der Tour entstanden. Nehmt euch eine viertel Stunde und lasst die Playlist durchlaufen.

Wenn ihr Fragen zur Tour habt, schreibt es in die Kommentare unter dem Artikel.

Danke für euer Interesse und euren Respekt.

Noch nicht ganz angekommen.

image

Ich bin zwar schon in Prag, jedoch noch nicht angekommen.

Für etwa drei Stunden hab ich mich auf die Hauptstadt Tschechiens eingelassen. Man wird erdrückt, von der Bewegung, der Lebendigkeit der Größe dem Anglitz, den großen und vielen kleinen Ecken der Stadt. Werde mal schausn ob ich morgen weniger verstrahlt durch die City renne.

Toll hier.

Habe extra ein Bild gewählt, das halbwegs darstellt, wie ich mich heute hier gefühlt habe.

Im Hürdenlauf nach Tschechien.

Mein Fahrrad hatte ich 13:30 Uhr wieder. Gepackt hatte ich 14:30 Uhr. Auschecken konnte ich erst 16 Uhr.

Aber dann folgte der bis jetzt schönste Teil der Reise. Neben der Elbe und hinter Pirna kam ich aus dem knipsen nicht mehr raus.
Auch weil ich kein Weltenbummler bin, konnte ich mich an der Kombination von Elbe, Ufer, Bahntrasse, den Dörfern und natürlich den „Bergen“, der Schneise nicht satt sehen.
Leider war der Akku meines Handys down –  Bilder (der DigiCam) folgen später.

Ab heute steht aber schon fest, dass sich der Trip gelohnt hat… und Prag kommt erst noch.